So einfach wie der Besatzung des Raumschiffes „Enterprise“ aus der US-amerikanischen Science-Fiction-Fernsehserie „Raumschiff Enterprise“ aus den 1960er-Jahren gelingt es der Menschheit nicht, außerirdisches Leben zu finden.
Schon seit dem frühen Mittelalter stellen die Menschen ihre Einzigartigkeit in Frage und zweifeln daran, dass die Erde der einzige bewohnte Planet in unserem Universum sei.
So meinte schon Giordano Bruno, ein italienischer Dichter, Philosoph und Priester, dass das Universum unendlich und wir lange nicht die einzigen Lebewesen seien. Laut der Evolutionstheorie, die in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts an Verbreitung gewann, habe sich der Mensch über Milliarden von Jahren von einer einfachen Lebensform zu einer Komplexität mit hoher Intelligenz entwickelt. Da unsere Sonne nur eine einzige von Milliarden ähnlicher Sterne ist, wäre es gut möglich, dass es irgendwo in dem unendlichen All Lebewesen wie uns gäbe.
Um festzulegen, wonach man eigentlich sucht, muss man den Begriff „Lebewesen“ erst einmal definieren: Die erste Möglichkeit wäre, dass die außerirdische Lebensform dem Leben auf der Erde ähneln wurde, was allerdings fraglich ist, da diese sich auf einem anderen Planeten komplett anders und unabhängig von der Erde entwickelt haben könnte.
Zudem könnte es Lebewesen geben, die sich vollkommen von den uns bekannten Lebensformen unterscheiden oder niedrige Lebensformen sind.
Doch schon der Fund von einfachen Bakterien auf einem anderen Planeten wäre eine Sensation; bis heute weiß man nicht, ob unsere Erde etwas Besonderes im Universum ist.
Viele Science-Fiction-Filme handeln von Aliens mit einer höheren Intelligenz, als wir sie haben. Hierbei wird die Erde größtenteils überraschend von den Aliens überfallen und die Menschheit wird total schockiert über diese Sensation, dass es außerirdisches Leben gibt, kaltblütig niedergemetzelt. Wenn man erst einmal überlegt, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass es Leben außerhalb der Erde gibt, und dass es sich dann nicht um Mikroorganismen handelt, sondern um heimtückische Aliens, die die Erde erobern wollen, stellt man fest, dass ein Zusammentreffen mit einer anderen intelligenten Lebensform sehr unwahrscheinlich ist.
Um andere Lebensformen auf sich aufmerksam zu machen, wurden viele verschiedene Prinzipien entwickelt. So schlug Franz von Paula Gruithuisen, ein deutscher Astronom und Naturkundler, im 19. Jahrhundert vor, dass man die Form der Figur des Pythagoräischen Lehrsatzes in einer überdimensionalen Steckrübenbepflanzung in Sibirien errichte, um die von ihm vermuteten Lebewesen auf dem Mond auf sich aufmerksam zu machen.
Heutzutage haben wir verschiedene Möglichkeiten entwickelt, um außerirdische Lebensformen wahrzunehmen: die Raumfahrt mit Raumschiffen oder unbemannten Sonden oder die Kommunikation über Radiowellen, die eine unendliche Distanz überwinden können.
Bereits 1919 wurden erste Versuche unternommen, um Radiowellen von Außerirdischen zu empfangen. 1974 wurde einmalig von der Erde aus eine Botschaft im Form eines Radiowellen- Signals an mögliche andere Lebensformen verschickt. Diese beinhalteten die Arecibo-Botschaft, die Informationen über die Biologie des Menschen, seine Population und die Herkunft des Signals. Ziel des Signals war der Kugelsternhaufen Messier 13 im Sternbild des Herkules, der 22.800 Lichtjahre von uns entfernt ist. 1977 wurden von der NASA zwei Sonden gestartet, die mittlerweile unser Sonnensystem verlassen haben und Informationen über die menschliche Zivilisation auf der Erde besitzen.
Die einzigen Antworten, die die Menschheit bisher erhalten hat, ist der Fund von Spuren auf Meteoriten, die versteinerte Microorganismen darstellen könnten. Allerdings sind diese umstritten, da die Spuren auch nicht biologisch nachweisbar sind. Am 15. August 1977 empfing der Astrophysiker Jerry R. Ehman im Rahmen eines „SETI“ (Search for Extraterrestrial Intelligence)- Projektes ein Schmalband- Radiosignal. Dieses sogenannte “Wow-Signal” ist bisher der spektakulärste empfangene Signal, allerdings ist es umstritten, ob dieses wirklich außerirdischen Ursprunges ist.
Es kann noch Jahre dauern, bis man außerirdische Lebensformen findet. Womöglich ist das Weltall auch einfach zu unendlich groß, um wirklich außerirdisches Leben finden zu können. Bis es wirklich zu einer Kontakaufnahme kommt, kann der Mensch sich weiterhin an seiner Einzigartigkeit erfreuen und dadurch eventuell bewusster die Erde wahrnehmen und sie nicht sinnlos zerstören. Sonst wird er feststellen, dass man nicht in ein paar Jahren, wenn die Rohstoffe verbraucht und alles Trinkwasser verschmutzt ist, mal eben auf einen anderen Planeten umsiedeln kann.

Ein Kommentar

  1. Hallo Wiebke,

    Dein Titel DER MENSCH — ETWAS EINZIGARTIGES ? endet mit einem Fragezeichen, welches ich gerne durch ein Ausrufungszeichen ersetzen oder besser ergänzen möchte. Dein Titel macht “ein großes Fass auf”. Unzählig viele Denker und Dichter haben dieses Fass x-fach zum Überlaufen gebracht. Trotzdem ist die Frage jederzeit neu zu stellen . . . und zu beantworten mit
    a) jeder einzelne Mensch ist etwas Einzigartiges und
    b) die gesamte Menschheit in toto ist etwas Einzigartiges.

    Dazu gerne mehr, falls jemand dazu Interesse äussert.
    Gruß
    Jürgen

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