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Segen und Fluch zugleich – über die Konsequenzen des Plastik-Konsums.

Stellen wir uns eine Welt vor ohne Zahnbürsten, Regenjacken oder Laptops, ohne Müllbeutel, Joghurtbecher oder Brotdosen. Kompliziert und rückständig, würde man meinen, unkomfortabel und unhygienisch. Wir müssten auf modernen Luxus verzichten, wären im Alltag rund um die Uhr mit Problemen konfrontiert – Kunststoffe sind für uns lebensnotwendig geworden. Doch es ist wie mit allen Dingen, die das Leben so schön und einfach machen. So ist es mit Schokolade, dem Auto oder der wunderbar effizienten Atomkraft – sie alle haben Nachteile.

Schon der Name sollte uns die Problematik vor Augen führen: Kunststoff. Ein künstlicher Stoff, unnatürlich. Gefeiert als eine grandiose Entdeckung der Menschheitsgeschichte – doch leider sind weder unser Ökosystem noch wir Menschen selbst dazu geschaffen, mit ihr zu leben. Und das hat fatale Folgen.

Die Auswirkungen unseres Plastikkonsums sind fatal- unser Müll ist überall (flickr.com/ Tambako The Jaguar)

Die Auswirkungen unseres Plastikkonsums sind fatal – unser Müll ist überall. (flickr.com/ Tambako The Jaguar)

Gerade aus dem Supermarkt ist Plastik nicht mehr wegzudenken. Wurst, Sahne, Toastbrot, Müsli, ja sogar das Gemüse ist teilweise einzeln eingeschweißt. Im Kühlschrank lagern sich Verpackungen, bis sie schließlich im Mülleimer verschwinden- und damit unser Gewissen nicht länger belasten. Wird ja recycelt, denken wir gutmütig und tatsächlich ist Deutschland im Recycling europäischer Spitzenreiter: 2014 konnte mehr als 90% des entstandenen Plastikmülls wieder eingesammelt werden. Leider liegt die tatsächliche Recyclingquote bei nur 43% Prozent, Grund dafür sind kostengünstigere Müllverbrennungsanlagen, in denen das Plastik für energetische Zwecke verbrannt wird. Der Recyclingprozess ist teuer, das liegt vor allem an der aufwendigen Mülltrennung. Hindernisse hierbei liefern Produkte, die Eisen- oder Aluminiumanteile aufweisen, wie Joghurtbecher, von denen der Aluminiumdeckel nicht entfernt wurde, aber vor allem sogenannte Mischkunstoffe, sprich Produkte, die aus verschiedenen Plastikarten bestehen und deshalb für die Sortierungsanlagen schwer zu trennen sind. Denn Plastik ist nicht gleich Plastik.

Praktisch verpackt: Plastik ist aus dem Zeitalter des "Convenience Food" nicht mehr wegzudenken (flickr.com/Reid Rosenberg)

Praktisch verpackt: Plastik ist aus dem Zeitalter des “Convenience Food” nicht mehr wegzudenken (flickr.com/Reid Rosenberg)

Eine glorreiche Entdeckung

Um das nachzuvollziehen, muss man grob die Chemie verstehen, die sich hinter unserem Allround-Material verbirgt: Bei Plastik, einem anderen Wort für Kunststoff, handelt es sich um künstlich hergestellte Polymere. Polymere sind viele kleine Moleküle, die sich zu einem Makromolekül verbunden und vernetzt haben. Die Herstellung kann halbsynthetisch oder synthetisch erfolgen, wobei man bei der halbsynthetischen Herstellung auf natürliche Polymere, wie Zellulose aus der Pflanzenzelle oder Kautschuk, der ursprünglich aus dem Kautschukbaum gewonnenen Grundlage für Gummi, zurückgreift. Mittlerweile werden jedoch auch diese natürlichen Polymere überwiegend künstlich hergestellt.

Häufiger findet generell die synthetische Herstellung von Plastik Anwendung, bei der überwiegend Erdöl, aber auch Kohle oder Erdgas in seine Bestandteile, die Moleküle, zerlegt wird. Um die Moleküle dann wieder zu verbinden, werden unterschiedliche Verfahren angewandt, aus denen verschiedene Arten von Kunststoffen entstehen können, die das Material so vielfältig machen.

Wurstverpackungen, Joghurtbecher oder auch Bierkästen sind sogenannte Thermoplasten, die je nach Festigkeitsgrad eine lineare oder verzweigte Molekülstruktur aufweisen. Im erwärmten Zustand werden sie weich und formbar und bei höheren Temperaturen sogar flüssig. Kühlt der Kunstoff ab, behält er seine neue Form, kann bei neuer Erwärmung jedoch erneut umgeformt werden.

Kochlöffel und Lichtschalter gehören zu den Duroplasten. Ihre Moleküle sind sehr engmaschig verzweigt und der Kunststoff sehr hart. Anders als die Thermoplasten erweichen sie bei der Erwärmung nicht und können, wenn sie einmal ausgehärtet sind, nicht mehr verformt werden.

Als letzte Gruppe gibt es noch die Elastomere, die, wie der Name vermuten lässt, elastisch sind. Ihre Moleküle sind dabei weitmaschiger vernetzt als die der Duroplasten. Auch sie werden beim Erwärmen nicht weich und sind gegen einen Großteil an Lösungsmitteln resistent. Wir finden sie in Reifen, Gummihandschuhen oder Kondomen.

Trotzdem fühlt sich ein Bierkasten anders an als eine Wurstverpackung. Zum einen sind die Kunststoffe nur in diese drei Oberkategorien unterteilt und unterscheiden sich zusätzlich in ihrer chemischen Struktur. So sind unsere Pfandflaschen überwiegend PET-Flaschen, wobei das PET für Polyethylenterephthalat steht, das dann wieder zu der Gruppe der Thermoplasten gehört. Werden nun verschiedene Kunststoffe gemischt, wie dies bei einem Großteil an Verpackungen, beispielsweise bei Chipstüten oder Zahnpastatuben, der Fall ist, landen diese Produkte grundsätzlich in Brennöfen und werden nicht recycelt.

Plastik: So bunt, so vielfältig (flickr.com/ Geof Wilson)

Plastik: So bunt, so vielfältig. (flickr.com/ Geof Wilson)

Hinzu kommt, dass den Kunststoffen Zusatzstoffe, auch Additive genannt, hinzugefügt werden. Zu diesen Zusatzstoffen gehören unter anderem Farbstoffe, Weichmacher oder Gleitmittel. So können genau die Eigenschaften erzeugt werden, die für das Produkt vorgesehen werden. Das Kinderspielzeug wird schön bunt, die Wurstverpackung ist biegsam. Das Produkt ist perfekt – mit einem kleinen Haken, der unserem Auge jedoch verborgen bleibt.

Müllhalde Erde

Was für uns heute fest im Alltag integriert ist, war den Menschen bis Mitte des 19. Jahrhunderts noch vorenthalten. Zwar fanden die vorhin erwähnten natürlichen Polymere bereits früher ihre Anwendung, doch die erste technische Herstellung von Kunststoff 1851 war revolutionär. Bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann die Massenproduktion, man erkannte rasch die Vielfalt und den Nutzen eines solchen Stoffes. Und wir begannen unsere Welt zu dem zu machen, was sie heute ist: einem “Plastik Planet”.

Mittlerweile ein alltägliches Bild: angeschwemmter Plastikmüll. (flickr.com/epSos.de)

Mittlerweile ein alltägliches Bild: angeschwemmter Plastikmüll. (flickr.com/epSos.de)

Leider wahr: Mittlerweile belagert Plastik unseren gesamten Planeten. Werden wir jemals wieder am Strand entlanggehen können, ohne irgendwo zwischen angespülten Algen Plastikreste zu erspähen? Vermutlich nicht. Denn Plastik ist eben kein natürlicher Rohstoff, der innerhalb kurzer Zeit zerfällt und sich abbaut. So kann eine Plastikflasche eine Lebensdauer von 450 Jahren haben, eine Angelschnur treibt noch einmal ungefähr 150 Jahre länger im Wasser. Das Meer als Müllhalde umzufunktionieren war eine der weniger glorreichen Einfälle der Menschheit. Und so sehr ein wenig Sarkasmus aus dieser Aussage herausklingen mag, handelt es sich hierbei um einen Fakt. Denn laut der UNO werden insgesamt 80% des Kunststoffmülls in unsere Meere geworfen. Weltweit sind dies jährlich ca. 6 Millionen Tonnen Müll, ca. 18.000 Plastikteile in jedem Quadratkilometer Meer- ein Hoch auf die Langlebigkeit des Plastiks, ein Hoch auf die unendlichen Weiten des Ozeans.

Und selbst wenn man die rund 100.000 Meeressäuger und eine Million Meeresvögel ignoriert, die Jahr für Jahr an unserem Müll verenden, werden auch wir bald die Folgen zu spüren bekommen. Denn während sich der Kunststoff im Meer ganz langsam zersetzt, wird er auch von den Fischen gegessen, die bei uns auf dem Teller landen – und so nehmen auch wir ungewollt die Plastikstoffe in unseren Organismus auf.

Tödliche Verwechslung: Vögel halten den Plastikabfall fälschlicherweise für Nahrung und verenden an diesem. (flickr.com/ Ars Electronica)

Tödliche Verwechslung: Vögel halten den Plastikabfall fälschlicherweise für Nahrung und verenden an diesem. (flickr.com/ Ars Electronica)

Warum wird Babynahrung grundsätzlich in Gläsern verkauft?

Mit dieser Frage bin ich auf die Problematik aufmerksam geworden, denn publiziert werden die Nachteile von Kunststoff selten. Es ist wie so oft: Geld regiert die Welt. 2008 betrug der Gewinn allein von europäischen Plastikherstellern noch rund 13 Milliarden Euro und seitdem ist unser Plastikverbrauch weiterhin angestiegen, das Nachfrageplus beträgt dabei ca. sechs bis zehn Prozent jährlich. In Werner Bootes Dokumentarfilm “Plastic Planet” zeigt sich deutlich, wie negative Auswirkungen des Materials von den Herstellern schlichtweg ignoriert werden – die Wirtschaft läuft, wozu sich Sorgen machen?

Die Antwort darauf versuchen eine Vielzahl von Studien seit Jahren zu liefern: Zwar sind Auswirkung von denen im Plastik enthaltenen Stoffen auf unseren Körper noch nicht genau erforscht, doch schon Fische weisen durch den Verzehr der im Plastik enthaltenen Giftstoffe, wie Bisphenol A, Phthalate oder Flammschutzmittel, Leberschäden auf, auch das Erbgut und der Hormonhaushalt wird verändert. So wurden in plastikmüllverseuchten Gewässern vermehrt intersexuelle Fische gefunden, sprich Fische, die sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtshormone aufweisen.

Ein Fluss voller Plastikflaschen (flickr.com/ changents.com)

Ein Fluss voller Plastikflaschen (flickr.com/ changents.com)

Natürlich isst kein Mensch einen Joghurtbecher. Aber um die Giftstoffe aufzunehmen, ist dies leider auch gar nicht notwendig. Denn die Chemikalien sind im Kunststoff nicht festgebunden und können somit nach gewisser Zeit entweichen. Ohne es zu wissen, nehmen wir sie tagtäglich über unsere Atemwege, die Haut und unsere Schleimhäute auf.

Unsichtbare Gefahr?

Besonders Kinder sind gefährdet, wenn die künstlichen Stoffe in unseren Organismus gelangen, womit sich auch meine Frage nach den Glasbehältnissen für Babynahrung klärt. Besonders auffallend sind dabei zwei Chemikalien: Bisphenol A und Phthalate.

Bei Kindern kann es bei der Aufnahme zu Entwicklungsstörungen kommen, denn die Substanzen wirken ähnlich wie das Hormon Östrogen und könnten sowohl Gehirn- als auch Organentwicklungen beeinträchtigen. Erst kürzlich wurde die tolerierbare Aufnahmemenge von Bisphenol A, auch BPA abgekürzt, von 50 Mikrogramm pro Kilo Körpergewicht pro Tag auf 4 Mikrogramm verschärft. Laut Andreas Gies, einem Experten vom Unweltbundesamt in Dessau, gibt es jedoch auch viele Studien, die schon unter dieser Grenze Auswirkungen auf Gehirn und Verhalten nachweisen. Immerhin ist BPA seit 2011 als Bestandteil von Babyflaschen in Deutschland verboten, in Frankreich gibt es ein generelles Verbot für Lebensmittelverpackungen oder Spielzeuge, mit denen Kinder in Berührung kommen. Ein allumfassendes Verbot des Weichmachers ist zeitnah jedoch nicht zu erwarten, dazu sei die Toxikologie der Chemikalie unter dieser Mindestgrenze nicht eindeutig nachweisbar – oder der Einfluss der Plastiklobby lediglich zu groß.

BPA ist in Deutschland als Bestandteil von Babyflaschen verboten- die gesundheitlichen Risiken waren zu groß. (flickr.com/ _hollg_)

BPA ist in Deutschland als Bestandteil von Babyflaschen verboten- die gesundheitlichen Risiken waren zu groß. (flickr.com/ _hollg_)

Werden Kassenzettel durch Körperwärme erwärmt, kann auch durch bloßen Hautkontakt BPA in unseren Organismus gelangen. (flickr.com/ben_osteen)

Werden Kassenzettel durch Körperwärme erwärmt, kann auch durch bloßen Hautkontakt BPA in unseren Organismus gelangen. (flickr.com/ben_osteen)

Und nicht nur für Kinder scheinen die Weichmacher giftig zu sein. Es gibt bereits mehrere Forschungsarbeiten, die einen Zusammenhang zwischen Bisphenol A oder Phthalaten und neurologischen Schäden, Krebs, Asthma, Diabetes, Fettleibigkeit, Herz-Kreislauferkrankungen und männlicher Unfruchtbarkeit nachweisen. Laut der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA seien diese Studien jedoch weniger aussagekräftig. Eine Gefahr sei unwahrscheinlich, aber auch nicht auszuschließen.

Fest steht jedoch, dass wir längst fast alle BPA in irgendeiner Weise in unseren Organismus eingeführt haben. Laut einer US-Studie, auf die sich das deutsche Ärzteblatt beruft, haben mehr als neun von zehn Mensch BPA im Urin. Ob über eingepackte Nahrungsmittel oder Getränke, auf die sich BPA übertragen hat, unsere Atemwege und sogar über Kassenzettel, die grundsätzlich BPA enthalten und durch die der Weichmacher über unsere Haut in unseren Organismus gelangt- man kann die Aufnahme schlichtweg nicht verhindern. Zwar wird die Obergrenze durch unseren alltäglichen Konsum laut der EFSA nicht überschritten, jedoch lässt diese Aussage den Konsumenten sich möglicherweise in falscher Sicherheit wiegen. Denn laut einiger Studien liegt die Gefahr gerade bei der Aufnahme geringer Mengen der Substanz. Denn durch diese geringe Dosierung kann der Körper sie nicht als solche erkennen und sie als Stoffwechselprodukt einfach über die Nieren ausscheiden – und der Giftstoff bleibt im Körper.

Doch auch hierzu gibt es widersprüchliche Studien, die eine Verbannung von BPA aus unserem alltäglichen Leben verhindern. Wenn man jedoch bedenkt, dass Bisphenol A in Europa einer der meistproduziertesten Stoffe mit Umsätzen in Milliardenhöhe ist, muss man sich als Verbraucher der traurigen Wahrheit beugen, dass die Wirtschaft oftmals mächtiger ist als unabhängige Forschung.

Alternative Bioplastik?

Die Zukunft? Eine Trinkflasche aus Bio-Plastik (flickr.com/ Richard Masoner/ Cyclelicious)

Die Zukunft? Eine Trinkflasche aus Bio-Plastik (flickr.com/ Richard Masoner/ Cyclelicious)

Doch der Trend geht letztendlich doch zurück zum Natürlichen – auch weil uns gar nichts anderes übrig bleibt, Erdöl gehört immerhin zu den endlichen Rohstoffen. So machte man sich auf die Suche nach einer biologisch abbaubaren Alternative zum Kunststoff aus Erdöl- und entwickelte sogenannte Biokunststoffe. Sie werden auf Basis nachwachsender Rohstoffe erzeugt. Als Ausgangsstoffe dienen hierbei Stärke oder die schon anfangs erwähnte Zellulose, beispielsweise aus Mais oder Zuckerrüben. Aus Lebensmitteln Verpackungen herstellen? Viele Kritiker sehen das in Zeiten, in denen 1,3 Milliarden Menschen in absoluter Armut ohne ausreichend Nahrung leben als ethisch nicht vertretbar. Geforscht wird deshalb unter anderem an Plastik aus Lebensmittelresten, beispielsweise aus Fettresten, die in Schlachtbetrieben entstehen.

Auch wird die Eigenschaft des Zersetzens den Biokunststoffen zum Verhängnis, unterstützt wird der Prozess dabei beispielsweise durch Kohlensäure oder Säure aus Säften. Doch die Forschung steht nie still, anfangs dieses Jahres stellten Forscher auf der Grünen Woche in Berlin eine Beschichtung für Bioplastik vor, die Sauerstoff, Aromen und chemische Substanzen vom Inhalt trennen, denn gerade dieser unzureichende Schutz wird Biokunststoffen oft negativ angerechnet. Beim Zerfall dieser neuen Beschichtung soll lediglich Siliciumdioxid enstehen, das sich auch im Großteil der Sandvorkommen als Quarz wiederfinden lässt.

Eine Alternative zum schädlichen Kunststoff? Es wird sicherlich noch einige Zeit dauern, bis das Konzept “biologisch abbaubarer Kunststoff” vollständig entwickelt ist. Ein plötzlicher Umschwung ist derzeit sowieso noch utopisch – dafür ist der Schrei nach Veränderungen noch viel zu leise. Und verändert wird in unser Welt meist dann erst, wenn es längst zu spät ist.

Ein Leben ohne Plastik?

Aber ist ein Leben ohne Plastik heutzutage überhaupt möglich? Nein. Zwar muss nicht jede Gurke einzeln eingeschweißt sein, genauso wenig brauchen wir für jedes T-Shirt, das wir kaufen, eine Plastiktüte. Aber was würden wir tun ohne Spritzen? Was würde geschehen, wenn die Menschen nicht mehr die Möglichkeit hätten, mit Kondomen zu verhüten oder sich vor Krankheiten zu schützen? Und eine Zahnbürste aus Holz und Tierhaar? War das denn ethisch vertretbar?

Gerade in der Medizin ist Plastik von besonderer Bedeutung. (flickr.com/ Blake Patterson)

Gerade in der Medizin ist Plastik von besonderer Bedeutung. (flickr.com/ Blake Patterson)

Doch wenn ich jetzt im Supermarkt stehe, werde ich nachdenklich. Eine Chemikalie im Körper haben, deren Folgen noch nicht eindeutig getestet wurden? Ein Beweis ist nicht zwar erbracht und doch wird grundsätzlich dazu geraten, Produkte mit Bisphenol A zu meiden. Doch wie etwas meiden, das in solch einer Vielzahl von Verpackungen enthalten und nicht einmal als Inhaltsstoff zu kennzeichnen ist?

Im Internet stößt man bereits auf Menschen, die versuchen, ihr Leben komplett ohne Plastik zu bestreiten. Aber meine Haare künftig nur noch mit Natron oder Speisestärke zu waschen, geht mir dann doch zu weit. Trotzdem liegt der Anstoß für Veränderungen in der Hand der Konsumenten. Es liegt an uns, unseren Plastikverbrauch zu reduzieren, ein Zeichen zu setzen, und andere Menschen aufzuklären. Wir haben uns einen Luxus geschaffen, der mit Vorsicht zu genießen ist – und das sollte jeder wissen!

 

4 Kommentare

  1. Frank Bothur sagt:

    Ein toller Artikel. Ich freue mich, dass es Menschen gibst die uns die Thematik Kunststoff wieder bewusst machen. Auch die verschiedenen Kunstoffarten Thermoplasten, Duroplaste und Elastomere wurden nochmal gut erklärt. Das haben wir alles schon mal gehört, aber leider wieder vergessen.

  2. Als Versicherungsgesellschaft hinter unseren Drohnen-Versicherungen stehen immer namhafte deutsche Versicherungen als Risikoträger wie die R+V Versicherung, die ARAG Versicherung oder die Gothaer Versicherung.

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  4. Krasser Einfall. Aber man muss sagen, dass Dinge nicht jedes Mal so simpel sind. Realismus ist oftmals besser als Wolkenkuckungsheime.

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