Wer an Yin und Yang denkt, denkt meist an das weitverbreitete Zeichen des Taijitu. Ein Kreis, in dem ein dunkler Halbkreis, in einen hellen Halbkreis hereingreift. In beiden Halbkreisen befindet sich ein Kreis der entgegengesetzten Farbe. Dieses Zeichen wird allgemein als beruhigend und ausgleichend wahrgenommen. Auch das sogenannte Qi (gesprochen Tschi) dürfte vielen ein Begriff sein. Eine unsichtbare Kraft, die auf alles irgendwie einzuwirken scheint. Vielleicht kam man mal mit dem Begriff in Berührung, wenn man sich mit dem Feng Shui Prinzip beschäftigt hat. Das Feng Shui Prinzip ist eine gewisse Art und Weise Möbel anzuordnen, die auch auf dem Qi Prinzip beruht, um ein lebenswerteres Leben zu ermöglichen. Doch was viele nicht wissen, Yin und Yang ist sehr viel mehr als das, für was wir es halten.

Die Vorstellung des Yin und Yang kommt aus der chinesischen Philosophie bzw. des Daoismuses. Die ersten Nachweise für die Theorie des Yin und Yang stammen ungefähr aus dem 16-11.Jahrhundert v.Chr. Sie lebt von der Annahme das alles was auf der Welt existiert, im Einklang lebt bzw. leben sollte. Die helle Seite des Taijitu, Yang und die dunkle Seite Yin , leben im Einklang zueinander. Yin steht für Eigenschaften wie Härte, Hitze, Aktivität und Bewegung, die meist Männern zugeordnet werden. Yang steht für Eigenschaften wie Dunkelheit, Weichheit, Kälte, Passivität und Ruhe, die meist Frauen zugesprochen werden.

Das Qi ist die Energie und wird als etwas Warmes umschrieben. Deswegen gehört das Qi nach den Lehren des Yin und Yang zu der Yang-Seite. Auf den Körper bezogen bildet die Ying-Seite die Bestandteile des Körpers, wie Knochen, Blut, Gewebe usw.. Da die Lehre des Yin und Yang immer um Ausgleich bemüht ist, ist es wichtig das, dass Qi immer fließt. Für die Chinesen ist Qi nicht einfach nur ein Wort. Es ist ein Lebensgefühl das für uns Europäer nicht leicht zu begreifen ist. Alles besitzt ein Art Qi. Qi ist laut der Lehre für das gesamte Leben mitverantwortlich, ob es die Gesundheit oder die Lebenseinstellung ist. Wenn es dem Körper schlecht geht, führen die Anhänger dies auf einen Yin-, oder Yang-Mangel zurück. Wenn einer dieser Gewichte aus dem Gleichgewicht gerät, ist das für sie der Grund weshalb Krankheit entsteht. Der Mensch muss seinen Yin und Yang Haushalt wieder ausgleichen um gesund werden zu können. Die Menschen, die dieser Gemeinschaft angehören, achten auf sich selbst. Wichtige Bestandteile sind neben der Grundgesinnung, auch das Erlernen der Meditation und Körperbeherrschung, wie z.B. beim Qigong (einer chinesischen Kampfsportart). Gegenstände und Genussmittel des 21. Jahrhunderts lehnen die Anhänger komplett ab. (z.B. Handys, Internet, Alkohol, Zigaretten, etc.)

Die Theorie des Yin und Yang wird auf unterschiedliche Art und Weise ausgelebt. Wie bei allen Weltansichten ist die Strenge und Interpretation sehr individuell. So gibt es auch Leute die Ihre Ernährung komplett nach Yin und Yang ausrichten. Die Anhänger der Bewegung ernähren sich makrobiotisch. Makrobiotische Ernährung basiert auf einer überwiegend pflanzlichen Ernährung. Es wird auf jegliche tierischen Produkte verzichtet. Da auch bei der Ernährung darauf geachtet werden muss, das alles im Gleichgewicht ist, dürfen nicht zu viele yingige oder yangige Lebensmittel verzerrt werden. Gemüse das unter der Erde angebaut worden ist, bezeichnet man als yangige Lebensmittel. Obst und Gemüse das über der Erde wächst bezeichnet man als yingiges Lebensmittel. Die makrobiotische Ernährung schließt jegliche verarbeitete Lebensmittel aus. Selbst die Menge an Wasser die getrunken werden darf ist reglementiert, da Wasser ein yingiges Lebensmittel ist und das Gleichgewicht sonst nicht mehr gewährleistet ist. Die Art und Weise wie das Essen verzerrt werden soll, ist ebenfalls festgelegt. Die Lehre besagt, das man jeden Bissen 30-mal kauen sollte um den Verdauungstrakt zu entlasten.

Die Anhänger dieser Bewegung lehnen die moderne Medizin komplett ab. Sie denken, dass sich der Körper alleine heilen kann. Der menschliche Körper besitzt zwar diverse Selbstheilungskräfte, allerdings kann man diese These mit Gewissheit medizinisch wiederlegen. Ernährungsexperten stellen die makrobiotische Ernährung in die Kritik, da sie zu erheblichen Mangelerscheinungen führen kann.

Ein Leben nach Yin und Yang ist wie alle Weltansichten Geschmackssache. Wir sollten uns selbst dafür Entscheiden, was wir und weshalb, wie glauben wollen. Ich denke aber das wir aus jeder Lebens,- und Weltansicht etwas für unser eigenes Leben lernen können.

 

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2 Kommentare

  1. Schöner Text, doch sollte Julia die Kommaregeln wiederholen sowie den Unterschied zwischen “verzerren” und “verzehren” lernen…

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