In kürzester Zeit wurde das Smartphone-Spiel „Pokémon Go“ zu einem der beliebtesten der Welt. Es ist die Faszination des Sommers. Man sah die Spieler an jeder Ecke geistesabwesend durch die Gegend stolpern, auf ständiger Suche nach den kleinen Monstern. Sie heißen z.B. Pikachu, Evoli sowie Dratini und jeder kennt sie inzwischen. Ganze Brücken wurden besetzt, so die Girardet Brücke in Düsseldorf auf der sich 2 Pokéstops befanden, die aber mittlerweile abgeschaltet wurden, da die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet war. Der Reiz, die Pokémon in der realen Welt einzufangen, sie zu sammeln und mit ihnen zu kämpfen, lockte plötzlich Millionen von Menschen dazu, sich das Spiel runterzuladen. Die Welt stand Kopf. Da das Spiel auf Bewegung basiert, muss selbst der faulste Spieler die Beine in die Hand nehmen und die Gegend erkunden. Auf einmal suchte man die niedlichen kleinen irrealen Wesen auf den Straßen, in der Mensa, vor Schulen (ja auch die THS hat 2 Pokéstops und eine Kampfarena), in Restaurants, in Einkaufscentern oder auf Bahnhöfen. Zocken und Sport vereint – das gab es noch nie! Besonders interessant  ist die App nicht nur für Kinder, sondern auch für die Generation der jetzt 20-30jährigen. Sie sind mit Pokémon aufgewachsen, denn in ihrerKindheit kam das Spiel neu auf den Markt. Ein einfaches Spiel wird zur Möglichkeit ein Stück Kindheit zurückzuholen. Doch trotz enthaltener Warnhinweise im Spiel geschehen durch die App jedoch auch sehr viele Unfälle und hat auch schon erste Opfer gefordert. So achten viele Gamer, versunken in das Spiel, nicht mehr auf ihre Umgebung und werden unachtsam, was zu gehäuften Unfällen führt.

Wer jedoch bereit ist, Geld für mehr Sicherheit beim Spielen auszugeben, kann sich das neue Zubehör für Pokémon Go, nämlich Pokémon Go Plus kaufen. Pokémon Go Plus ist ein Armband, über das man, wenn man mit seinem Spiel verbunden ist, Eier ausbrüten, auf Knopfdruck Pokémon fangen oder einfach mit seinem Kumpel-Pokémon Bonbons verdienen kann, ohne sein Handy auch nur aus der Tasche rauszuholen.
Doch gibt es auch immer mehr Kritikpunkte bei vielen Gamern. So wurden bei dem Update vom 09.08.16 (Versionen: Android 0.33.0, IOS 1.3.0) z.B. die Fußspuren entfernt, die einem anzeigten, wie weit ein Pokémon noch entfernt war. Niantic, das Unternehmen, das Pokémon Go entwickelt hat, hat so entschieden, weil ihnen die Fußspuren zu ungenau waren. Stattdessen wurden sie jetzt durch Gras ersetzt, was jedoch Missfallen unter vielen Pokémon Go Spielern auslöste. Viele Leute finden auch die Spawnplätze (Orte an denen die Pokémon auftauchen) nicht besonders gut aufgeteilt, weil an manchen Orten überproportional viele Pokémon und an manchen Stellen nur ganz einfache Pokémon, wie ein Taubsi oder ein Rattfratz z.B., erscheinen. Ferner hält der Spielspaß ohne Powerbank, jeder Handybesitzer kennt dieses kleine Ladegerät für Unterwegs, auch höchstens 2-3 Stunden an, weil die App in kürzester Zeit sehr viel Akku verbraucht. Daher ist es ratsam, wenn man längeren Spielspaß
auf der Suche nach den kleinen Taschenmonstern haben möchte, sich entweder eine Powerbank zu kaufen oder wenigstens den Batteriesparmodus in den Einstellungen zu aktivieren. Wer also zwischendurch nicht die Möglichkeit hat, sein Handy zu laden und trotzdem nicht die Finger von den niedlichen Taschenmonstern lassen kann, sollte sich überlegen, zusätzlich in eine leistungsfähige Powerbank zu investieren. Diese Schwächen und andere Umstände führten dazu, dass der bisher einmalige Hype um Pokémon Go in der Gamer-Branche, der sich durch alle Gesellschaftsschichten zog, langsam auf dem absteigenden Ast ist. Das Phänomen verliert seinen Reiz. Das freut natürlich auch die Konkurrenz. Und auch die Verbraucher können sich freuen. Denn wenn ein Spiel weicht, macht es einem anderen Platz und Abwechslung hält den Spielemarkt am Leben. Wie Marktanalytiker der Investmentbank Axiom Capital Management berichten, sinken die Nutzerzahlen der App täglich um ein Vielfaches. Ebenso, die Zeit, die die Spieler in der App verbringen. Eines steht jedenfalls fest, am Ende ist Pokémon Go noch lange nicht. Stellt sich also die Frage, wie lange es wohl noch dauern wird, bis aus dem Wahnsinn um Pokémon Go ein ganz normales Spiel wird.

Eure Schülerzeitung hält Euch auf dem Laufenden.

Ein Kommentar

  1. Andreas Klawuttke sagt:

    Schöner Bericht. Toll mal wieder etwas aktuelles hier zu lesen.
    VG
    Andreas

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